In jüngerer Zeit ist eine Fülle an verschiedenen Yogastilen aufgekommen. Bei diesen modernen Stilrichtungen wird normalerweise ein Aspekt des Yoga, z. B. die besonders anstrengende Ausführung von Körperübungen hervorgehoben, während andere Aspekte vernachlässigt oder sogar völlig ausgeklammert werden.

Im urpsrünglichen Yoga, gab es eine solche Unterteilung von Stilen nicht. Nach der Auffassung von Krishnamacharya muss ein Lehrer Yoga in seiner Ganzheit verstehen und in der Lage sein alle Aspekte des Yoga zu unterrichten, damit Yoga den Bedürfnissen und Neigungen der Schüler entsprechend gelehrt werden kann.
Daher schöpfen wir in unserer Tradition aus dem gesamten Repertoire des Yoga, um den Unterricht individuell und kreativ zu gestalten.

Viniyoga und Vinyāsa-Yoga
Im Zusammenhang mit Krishnamacharyas Yogalehre fallen häufig die Begriffe „Viniyoga“ und „Vinyāsa-Yoga“. Diese Begriffe bezeichnen keinen Yogastil, sondern die Konzepte nach denen Yoga in unserer Tradition angewandt wird.

  • Viniyoga bedeutet die Kunst, Yogaübungen individuell zu gestalten, sie abzuwandeln und anzupassen an die jeweiligen Gegebenheiten, die Schüler zum Yoga mitbringen.
  • Vinyāsa-Yoga bezeichnet sowohl den sinnvollen Aufbau von Übungen, sowie das das fliessende Verbinden von Atmung und Bewegung.

Haṭha Yoga
Der Begriff Haṭha Yoga bezeichnet ebenfalls keinen Yogastil. Mit Haṭha Yoga wird jede Form von Yoga bezeichnet in der Körperübungen ausgeführt werden.